Wohnbedarf in Alverskirchen

Ratsfraktion

Standpunkt der SPD-Fraktion Everswinkel/Alverskirchen

 

Wohnbedarf für Alverskirchen im Planungsausschuss am 1.3.2018

Tagesordnungspunkt 006/2018

 

Bauen muss weiterhin für interessierte Alverskirchener in Alverskirchen im Rahmen der Eigenentwicklung möglich sein. Das letzte Bedarfsgutachten aus dem Jahr 2016 hatte einen Bedarf bis 2030 errechnet, der mit den Grundstücken im Königskamp II bis 2030 ausreichend sein sollte. Aber bereits im Jahr 2017 waren sämtliche Baugrundstücke im Königskamp II vergeben. Vorhersagen sind immer schwierig, insbesondere wenn sie die Zukunft betreffen, haben wir gelernt. Es ist für die Ausweisung weiterer Baugrundstücke weiterhin erforderlich den Bedarf zu belegen. Hierzu hat uns die gleiche Firma wie 2016 nun ein adaptiertes, neues Gutachten vorgelegt. Die SPD-Fraktion begrüßt es ausdrücklich, dass mit dieser Wohnbedarfsanalyse versucht wird, Theorie und Realität in Einklang zu bringen. Nur so kann es gelingen den vorhandenen Eigenbedarf auch zukünftig wieder abzudecken.

Zu den nun anstehenden und späteren Entscheidungen zum Königskamp III, die auf dem vorliegenden Gutachten basieren, möchte die SPD-Fraktion einige Anregungen einbringen. Dabei geht es uns darum, die Bauleitplanung und die anschließenden Entscheidungen rechtssicher und transparent abzubilden. Wir möchten unmissverständlich signalisieren, dass eine Berücksichtigung und Einarbeitung unserer Anregungen zu einer sofortigen Zustimmung der SPD zu den Beschlüssen führen wird.

  1. So empfiehlt die SPD die Einrichtung eines Vergabeausschusses, wie es auch in anderen Kommunen üblich ist. Durch diesen sollen sämtliche Grundstücke, inklusive den drei ausgewiesenen Grundstücken der Kirche, nach einheitlichen Kriterien vergeben werden. Dabei sollte auch geregelt werden, ob und wie Alverskirchener, die bereits Wohnraum in Alverskirchen besitzen dort eine Grundstück erwerben können.

 

  1. Da auch in Alverskirchen einkommensschwache Menschen wohnen, die nach günstigem Wohnraum suchen, sollte ein Teil der Grundstücke dem sozialen Wohnungsbau dienen.

 

  1. Auch die Notwendigkeit von altengerechten und barrierefreien Wohneinheiten muss abgedeckt werden.

 

  1. Die Anzahl der Wohneinheiten pro Baugrundstück soll so festgelegt werden, dass auch kleinere Wohnungen ermöglicht werden.

 

  1. Die SPD empfiehlt eine Mindestwohndauer von 12 Monaten in Alverskirchen, bevor ein Anrecht zum Grundstückskauf möglich ist. Dadurch wird eine gewerbliche Vermarktung unter einer Scheineinbürgerung erschwert. Es bleiben die Grundstücke dann für junge Familien oder Senioren, die altengerecht und wohnraumreduziert leben wollen, erhalten.

 

  1. Es sollte ein halbjährliches Reporting erfolgen, in dem die Bevölkerungsentwicklung in Alverskirchen abgebildet wie Geburten, Sterbefälle, Wanderungsbewegungen durch Weg- und Zuzüge, fertiggestellte Wohnungen im abgelaufenen Kalenderhalbjahr.