SPD und Bündnis 90/Die Grünen stellen keinen Bürgermeisterkandidaten

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"Es war eine langwierige und intensive Suche nach einem geeigneten Bürgermeisterkandidaten für Everswinkel“, so beginnt eine gemeinsame Presseerklärung von SPD und Bündnis 90/Die Grünen. „Leider ohne positiven Ausgang. Trotz vieler, umfangreicher Gespräche und Vorstellungsrunden müssen SPD und Bündnis 90/Die Grünen heute mitteilen, dass kein Kandidat nominiert werden konnte“, heißt es dort weiter. „Viele Aspekte haben zu diesem unbefriedigenden Ergebnis beigetragen. So kurz nach den vielerorts kombinierten Kommunal- und Bürgermeisterwahlen aus dem letzten Jahr waren nur wenige qualifizierte Bewerber bereit, sich 2015 erneut in einem Wahlkampf zu engagieren. Auch der späte Termin, an dem bekannt wurde, dass der Amtsinhaber nicht mehr antreten würde, gestaltete die Suche nicht leichter. Die absoluten Mehrheitsverhältnisse in Everswinkel wirkten leider auch nicht zusätzlich motivierend auf potentiell Interessierte. Um die dann noch verbliebenen Kandidaten musste Everswinkel anschließend auch noch mit deutlich größeren Kommunen, gerade auch in der näheren Umgebung, konkurrieren“, erläutern Dr. Wilfried Hamann und Frank Winkler die Ausgangssituation. „Trotz dieser schwierigen Rahmenbedingungen kam es in den zurückliegenden Wochen und Monate zu etlichen Treffen mit potentiellen Kandidaten, aber leider nicht zu einer Einigung. Ein Ergebnis, dass wir mit einer Anzahl weiterer, besonders den kleinen Kommunen teilen. Leider beobachten wir diesen Trend schon seit der Einführung des hauptamtlichen Bürgermeisterpostens. Dies ist zwar keine Katastrophe aber im Sinne einer funktionierenden Demokratie ist eine Wahl zwischen mehreren Optionen sicherlich immer vorzuziehen. Nachdem auch die FDP, mit der wir auch eine Zeitlang gemeinsam gesucht haben, keinen Kandidaten aufbieten konnte, scheint in Everswinkel nur ein Kandidat anzutreten. Dieser hat sich sowohl bei der SPD als auch bei Bündnis 90/Die Grünen vorgestellt. Leider ergaben sich hierbei keinerlei Ansatzpunkte für eine mögliche Zusammenarbeit. Vielmehr ließ der Kandidat keinen Zweifel daran, dass er sich zunächst erst einmal der absoluten Mehrheit seiner eigenen Partei verpflichtet fühlt. Für ihn wird es keine Trennung von Amt und Parteizugehörigkeit geben. So ist zu befürchten, dass zukünftige Entscheidungen einseitiger und kompromissloser werden. Nun werden wir erst einmal abwarten müssen, was die Wahl und die Zeit danach ergeben. Eine Wahlempfehlung können wir so allerdings nicht aussprechen“, resümieren beide Parteien ihre gesammelten Eindrücke.