Gute Nachrichten aus Düsseldorf:

Allgemein

Förderung der Nahmobilität ergänzt moderne Verkehrspolitik in Nordrhein-Westfalen. Der Kreis Warendorf erhält 200.000 Euro Fördermittel für Radweg in Everswinkel

Die SPD Landtagsabgeordnete Annette Watermann-Krass hat die Everswinkeler SPD-Fraktion über eine erfreuliche Förderung durch das Land NRW informiert. „Das Landesverkehrsministerium hat die Zahlen für das Programm zur Förderung der Nahmobilität 2015 veröffentlicht. Dabei ist der Blick vor allem auf das Zufußgehen und Radfahren gerichtet, um die Nahmobilität immer mehr zur „Basismobilität“ aufzuwerten“, erläutert Annette Watermann-Krass die Hintergründe der Entscheidung.

„Die einzelnen Maßnahmen dienen der Förderung des nicht motorisierten Verkehrs. Dafür benötigen wir leistungsfähige und sichere Verkehrsanlagen wie Radwege, Fahrradabstellanlagen und Bürgersteige. Serviceangebote wie Fahrrad- und Ladestationen für Pedelecs sind ebenfalls erforderlich. Auch für die bürgernahe Öffentlichkeitsarbeit wird Geld vom Land bereitgestellt.

Aufgenommen wurden 98 neue Vorhaben, die das Land mit fast elf Millionen Euro bezuschusst. Damit werden kommunale Baumaßnahmen von etwa 15 Millionen Euro ermöglicht. Der Kreis Warendorf als Antragsteller erhält 200.000 Euro Fördergeld vom Land für den Bau eines Rad- und Gehweges entlang der K19, südlich der Ortslage Everswinkel in Richtung Sendenhorst, der insgesamt 285.700 Euro kostet.

„Im September 2013 hatte sich die örtliche Politik bereits einmal mit der Planung eines Fuß- und Radweges mit 450 Meter entlang der Sendenhorster Straße beschäftigt“, berichtet der SPD-Fraktionsvorsitzende Dr. Wilfried Hamann. „Auslöser waren damals ca. 5 Schüler, die bis zur Bushaltestelle „Kluck“ über die unbeleuchtete Kreisstraße liefen, um dort für die Fahrt zum Schulzentrum in Warendorf einen Sitzplatz zu belegen. Nach der Fertigstellung eines Radweges bis zur jetzigen Haltestelle, „Kluck“ sollte dieser Haltepunkt dann entfernt werden. Die dort bis dahin regulär zugestiegenen Fahrschüler sollten dann an der Haltestelle „Auf dem Knapp“ zusteigen, also 500m weiter laufen als vorher. Die SPD-Fraktion hielt damals eine solche Lösung für wenig sinnvoll, zumal der Bau des Weges ca. 75.000 € kosten sollte. Der geplante Weg hätte dann an der „ehemaligen Haltestelle Kluck“, also nach 450m im Nichts geendet. Folgerichtig hat daher die SPD-Fraktion auch die Finanzierung abgelehnt, wenngleich es eine Mehrheit dafür gab. Im Haushalt für 2015 ist diese Baumaßnahme erneut mit aufgelistet. Bisher wurde das Projekt aber noch nicht durchgeführt“, gibt Hamann eine Zusammenfassung der bisherigen Entwicklung. „Durch die erfreuliche Nachricht aus Düsseldorf hat sich die Gesamtsituation natürlich grundlegend geändert. Die Fördergelder können nun in den 1. Bauabschnitt der südlichen Verbindung entlang der K19 bis zum „Hof Linnemann“ fließen. Mit einer Länge von 1670 Metern fehlen dann bis zum Anschluss an die L811 nur noch ca.1100 Meter. Diese Strecke sollten wir anschließend als 2. Bauabschnitt in Angriff nehmen, um so einen vollständigen Anschluss an die Radwegeverbindung von Telgte nach Sendenhorst zu erhalten“, wagt Hamann einen Blick in die nähere Zukunft.

„Dieses Ergebnis würde somit perfekt mit dem Ziel des Förderprogramms übereinstimmen, das von der Landesregierung aufgelegt wurde, um den Ausbau des Fuß- und Radverkehrs in den Kommunen unseres Landes noch besser zu unterstützen. Damit setzt das Land die im Koalitionsvertrag zwischen SPD und Grünen vereinbarte moderne Verkehrspolitik konsequent fort. Außerdem haben die Fraktionen von SPD und Grünen in einem gemeinsamen Antrag eine nochmalige Erhöhung des Zuschusses für 2015 durchgesetzt“, so Annette Watermann-Krass.