Für eine gute Gemeindeentwicklung werden Ihre Anregungen benötigt

Ratsfraktion

SPD wünscht sich hohe Bürgerbeteiligung

Everswinkel. „In den kommenden 6 Monaten wird für Everswinkel und Alverskirchen ein Ortsentwicklungsplan erarbeitet werden. Ideen und Vorschläge möglichst vieler Einwohner sind dafür nötig“, so beginnt eine Pressemitteilung der örtlichen SPD. „Am Mittwoch den 11.9.2019 findet zur Erstellung dieses Gemeindeentwicklungskonzept eine Auftaktveranstaltung statt. Ort der Veranstaltung um 19 Uhr ist der Ratssaal. Um ein möglichst vielfältiges Meinungsbild zu erhalten, ist die Beteiligung zahlreicher Bürger nötig. Jede Meinung ist wichtig und hilft die richtigen Entscheidungen für unsere gemeinsame Zukunft zu treffen“ fordert die SPD zur regen Teilnahme auf.

„Wie sollte unsere Gemeinde in 10 oder 20 Jahren und darüber hinaus aussehen? Welche Angebote wünschen wir uns weiterhin? Was soll neu hinzukommen? Was sollten wir erhalten, was verändern?

Antworten zu diesen Fragen sind hilfreich, um die richtigen Entscheidungen jetzt und zukünftig treffen zu können“, beschreibt die SPD die Intention dieses Konzepts.

Das von der Gemeinde beauftragte Büro legte 10 Schwerpunkthemen vor.

Seit mehreren Monaten beschäftigt sich die SPD mit diesen Schwerpunkten und hat viele Details beleuchtet, die darin enthalten sind. Für die Sozialdemokraten kristallisierten sich besonders die Bereiche Bauen, Verkehr und Energie, Klima und Ressourcenschutz als zentrale Themen heraus, da insbesondere sie stark mit vielen weiteren Themen vernetzt sind. „Das Beispiel Bauland soll aufzeigen, wie weitreichend der Einfluss einer einzigen Entscheidung sein kann. Um es vorweg zu nehmen, es geht der SPD nicht darum eine Entscheidung darüber zu fällen, ob man grundsätzlich für oder gegen weiteres Bauland ist. Aber die Komplexität kann hieran deutlich gemacht werden“, erläutert die SPD.

„Ausweisung von Bauland, führt zunächst zu neuen Bauplätzen. Als Konsequenz muss man sich mit den Auswirkungen auf die Bevölkerungszahl, das Verkehrsaufkommen, die Kapazität der Frischwasserversorgung, die Versorgung mit Strom, Gas oder anderen Energieträgern, die Anbindung an Datennetze, die Beseitigung von Abwässern und Müll, die Kapazitäten von Kindergärten und Schulen, die Versorgungsdichte mit Ärzten  oder Apotheken sowie die Einkaufsmöglichkeiten vor Ort Gedanken machen“, zählen die Sozialdemokraten auf. „Eine solche Entscheidung führt oft auch zu weiteren Einflüssen, die man vielleicht nicht gleich wahrnimmt. So kommt es beispielsweise durch weitere Flächenversiegelung zum Verlust von Ackerflächen und damit zu weniger Raum für Futter- und Nahrungsmittel. Es fehlen Flächen zum  Versickern von Oberflächenwasser, bis hin zur zusätzlichen Wärmespeicherung und –abgabe auf und von Asphalt- und Betonflächen. Fehlende Naturflächen für Tiere und Pflanzen, verringerte Speicherkapazität von Kohlendioxid und gleichzeitig geringere Produktion von Sauerstoff für Mensch und Tier, verursacht durch weniger Pflanzen und Bäume. Mehr Kohlendioxid, Feinstaub und Stickoxide durch vermehrten Individual- und Lieferverkehr“ führen sie weiter auf. „Die Liste der Einflüsse ließe sich sicherlich noch verlängern.

Es zeigt sich, dass eine einzelne Entscheidung viele, auch negative, Folgen nach sich ziehen kann. Und diese sind häufig auch mit Mehrkosten für die Gesamtbevölkerung verbunden“, heißt es weiter.

„Wenn wir also in den nächsten Monaten für die zukünftige Gestaltung unserer Gemeinde einen Plan erarbeiten wollen, brauchen wir die Hilfe und Unterstützung von vielen Mitbürgern. Die SPD findet: nur wer sich beteiligt, kann auch Einfluss nehmen.“