06.03.2018 in Ratsfraktion

Dringend benötigter Wohnraum für Hilfesuchende fertig gestellt

 

Irene Meier, Bernd Wesbuer, Lore Tröbst, Hans Werner Seppmann, Dr. Wilfried Hamann, Matthias Meier, Marc Schmidt und Maria Hamann (v. l.) bei der Besichtigung des neuen Wohnheimes

 

Fast die gesamte SPD-Fraktion konnte am Samstag die Gelegenheit nutzen und das neue Wohnheim an der Bahnhofstraße besichtigen, heißt es in einer Pressemitteilung. „Das Gebäude macht einen sehr gelungenen Eindruck auf uns. In beiden Stockwerken gibt es Badezimmer und Gemeinschaftsküchen an den Enden der Flure und dazwischen liegen die Zimmer. Pro Stockwerk findet sich jeweils ein Gemeinschaftsraum. Insgesamt wirkt das Haus innen sehr hell und freundlich“, beschreibt Dr. Wilfried Hamann als Fraktionsvorsitzender die gesammelten Eindrücke. „Wir sind sicher, dass sich die Bewohner hier wohl fühlen können. Die ersten Bewohner werden in dieser Woche dort einziehen und das Gebäude mit Leben füllen. Hoffen wir, dass es ihnen so gut gefällt, wie den Mitgliedern der Fraktion“, ergänzt Lore Tröbst, Mitglied des Familien- und Sozialausschusses. „Wir haben uns sehr gefreut, dass auch sehr viele Anwohner der Einladung zur Besichtigung gefolgt sind. Ich selbst bin auch ein direkter Nachbar. Die SPD hatte ja bereits vor einiger Zeit angeregt, eine Auftaktveranstaltung durch die Gemeinde zu organisieren sobald die jeweiligen Gebäude bezogen sind. Dadurch kann der Kontakt zwischen den neuen und den bereits vorhandenen Anwohnern initial hergestellt werden. Denn wer sich kennen lernt, kann sich auch besser verstehen. Sobald der Frühling in den nächsten Wochen Einzug hält, sollte sich hierfür auch eine Gelegenheit bieten“, führt Bernd Wesbuer aus, der im Planungsausschuss mehrfach mit dem Wohnheim beschäftigt war. Abschließend wünschte die SPD-Fraktion allen Be- und Anwohnern eine gute Nachbarschaft.

 
 

03.03.2018 in Ratsfraktion

Wohnbedarf in Alverskirchen

 

Standpunkt der SPD-Fraktion Everswinkel/Alverskirchen

 

Wohnbedarf für Alverskirchen im Planungsausschuss am 1.3.2018

Tagesordnungspunkt 006/2018

 

Bauen muss weiterhin für interessierte Alverskirchener in Alverskirchen im Rahmen der Eigenentwicklung möglich sein. Das letzte Bedarfsgutachten aus dem Jahr 2016 hatte einen Bedarf bis 2030 errechnet, der mit den Grundstücken im Königskamp II bis 2030 ausreichend sein sollte. Aber bereits im Jahr 2017 waren sämtliche Baugrundstücke im Königskamp II vergeben. Vorhersagen sind immer schwierig, insbesondere wenn sie die Zukunft betreffen, haben wir gelernt. Es ist für die Ausweisung weiterer Baugrundstücke weiterhin erforderlich den Bedarf zu belegen. Hierzu hat uns die gleiche Firma wie 2016 nun ein adaptiertes, neues Gutachten vorgelegt. Die SPD-Fraktion begrüßt es ausdrücklich, dass mit dieser Wohnbedarfsanalyse versucht wird, Theorie und Realität in Einklang zu bringen. Nur so kann es gelingen den vorhandenen Eigenbedarf auch zukünftig wieder abzudecken.

Zu den nun anstehenden und späteren Entscheidungen zum Königskamp III, die auf dem vorliegenden Gutachten basieren, möchte die SPD-Fraktion einige Anregungen einbringen. Dabei geht es uns darum, die Bauleitplanung und die anschließenden Entscheidungen rechtssicher und transparent abzubilden. Wir möchten unmissverständlich signalisieren, dass eine Berücksichtigung und Einarbeitung unserer Anregungen zu einer sofortigen Zustimmung der SPD zu den Beschlüssen führen wird.

  1. So empfiehlt die SPD die Einrichtung eines Vergabeausschusses, wie es auch in anderen Kommunen üblich ist. Durch diesen sollen sämtliche Grundstücke, inklusive den drei ausgewiesenen Grundstücken der Kirche, nach einheitlichen Kriterien vergeben werden. Dabei sollte auch geregelt werden, ob und wie Alverskirchener, die bereits Wohnraum in Alverskirchen besitzen dort eine Grundstück erwerben können.

 

  1. Da auch in Alverskirchen einkommensschwache Menschen wohnen, die nach günstigem Wohnraum suchen, sollte ein Teil der Grundstücke dem sozialen Wohnungsbau dienen.

 

  1. Auch die Notwendigkeit von altengerechten und barrierefreien Wohneinheiten muss abgedeckt werden.

 

  1. Die Anzahl der Wohneinheiten pro Baugrundstück soll so festgelegt werden, dass auch kleinere Wohnungen ermöglicht werden.

 

  1. Die SPD empfiehlt eine Mindestwohndauer von 12 Monaten in Alverskirchen, bevor ein Anrecht zum Grundstückskauf möglich ist. Dadurch wird eine gewerbliche Vermarktung unter einer Scheineinbürgerung erschwert. Es bleiben die Grundstücke dann für junge Familien oder Senioren, die altengerecht und wohnraumreduziert leben wollen, erhalten.

 

  1. Es sollte ein halbjährliches Reporting erfolgen, in dem die Bevölkerungsentwicklung in Alverskirchen abgebildet wie Geburten, Sterbefälle, Wanderungsbewegungen durch Weg- und Zuzüge, fertiggestellte Wohnungen im abgelaufenen Kalenderhalbjahr.

 

 
 

24.02.2018 in Service

Aufräumen nach dem Karneval 2018

 

Sonntagstermin trifft auf große Zustimmung

In der Fest- und Turnhalle veranstaltete die SPD Everswinkel/Alverskirchen ihren 12. Flohmarkt „Rund um die Familie“. Zum ersten Mal wurde der Frühjahrsflohmarkt am Sonntag nach Karneval durchgeführt. Zu dieser Veranstaltung waren nicht nur Everswinkeler und Alverskirchener angemeldet, sondern an den 130 aufgebauten Tischen fanden auch einige Anbieter aus einem Umkreis von 30 km einen Platz für ihre Schätze. Den zahlreichen Besuchern bot sich ein reichhaltiges Angebot an hochwertiger Kleidung für Erwachsene und Kinder, Spielsachen, Playmobil, Spielen, Büchern, diversen Hörmedien, Bildern, Geschirr, Gläsern und Gegenständen aus Haushaltsauflösungen. Unzählige Deko-Gegenstände sowie Modeschmuck und Kurioses waren zu finden. Alle Anbiet3er nutzten die Gelegenheit um direkt nach dem Karneval einmal kräftig aufzuräumen. Der Sonntag als neuer Veranstaltungstermin fand eine große Resonanz. Die äußerst zahlreichen Besucher, die den Weg in die Festhalle gefunden hatten, füllten die Kassen der Anbieter. Viele verließen die Hallen hochzufrieden mit ihren Käufen. „Man merkte den Menschen an, dass sie an diesem kalten Wintertag am Übergang zum langersehnten Frühling ein paar Stunden Abwechslung vom Alltag und Vergnügen beim Stöbern und Handeln gefunden hatten“ berichtete Dr. Wilfried Hamann, Ortsvereinsvorsitzender der SPD. Der Verkauf von belegten Brötchen, Kuchen, Brezeln, Würstchen und vor allem ganz frisch gebackenen Waffeln führte zu einem großen Andrang an der Ausgabe. Die Organisatoren der SPD Everswinkel/Alverskirchen danken den zahlreichen Anbietern und Besuchern, die mit ihren gespendeten Standgebühren und ihrem Verzehr für die kostenlose Fahrt der Kinder zum Ketteler-Hof in den Sommerferien einen beachtlichen Beitrag geleistet haben. Die Anmeldung für die Fahrt ist am Samstag den 30.06.2018 (Tel. Nr. 669039 ab 8 Uhr). Die Fahrt wird am 07.08.2018 durchgeführt. „Wir freuen uns auf einen schönen Tag in Haltern mit 70 Kindern und ihren Eltern, die wir herzlich einladen mitzufahren“, erklärt Irene Meier. „Besonders bedanken ich mich im Namen des Vorstandes bei den zahlreichen Helfern, ohne die der Auf-und Abbau nicht zu bewältigen wäre. Mit einschließen möchte ich hierbei auch Herrn Schiller als Vertreter der Gemeinde, der uns bei der Durchführung unserer Flohmärkte schon seit Jahren unterstützt.“, ergänzt Maria Hamann.

 
 

15.02.2018 in Service

Einer der größten Flohmärkte im Kreis Warendorf

 

Erstmals an einem Sonntag lädt der SPD-Ortsverein Everswinkel/Alverskirchen zum traditionellen Frühjahrsflohmarkt ein. Er findet statt am 18. Februar 2018 in der Zeit von 10.00 Uhr bis 15.00 Uhr in der Everswinkeler Festhalle an der Alverskirchener Straße 14. „Mehr als 100 private Anbieter laden zum Stöbern und Kaufen ein“, heißt es in einer Pressemitteilung des SPD-Ortsvereins. „Kleidung, Sportartikel, Spielsachen, Bücher und Trödel gehören auch in diesem Jahr wieder zum Angebot.“ Für das leibliche Wohl der Anbieter und der Besucher wird ebenfalls gesorgt sein. „Kaffee, Kuchen, Waffeln, belegte Brötchen, heiße Würstchen, frische Brezeln und alkoholfreie Getränke stehen bereit“, wirbt Maria Hamann. „Den Besuchern steht somit ein abwechslungsreiches Sonntagsprogramm bevor.“ Mit dem Erlös der Cafeteria wird auch in diesem Jahr wieder eine Fahrt zum Ketteler-Hof unterstützt. Der Eintritt ist wie immer frei. Zahlreiche Parkplätze finden Besucher in unmittelbarer Umgebung der Festhalle.

 
 

23.11.2017 in Service

SPD-Kinderflohmarkt in Everswinkel, eine gute Tradition

 

Kinderzimmer sind oft wahre Fundgruben für Spielzeuge, aus denen die größeren schon längst herausgewachsen sind, die jüngeren Kindern aber noch viel Freude bereiten würden. Diese Überlegung hat sich die SPD Everswinkel-Alverskirchen schon vor langer Zeit zu eigen gemacht, und in der Vorweihnachtszeit den Kinderflohmarkt ins Leben gerufen. Am Sonntag den 26. November ist es wieder soweit. Bei der 27. Auflage der Traditionsveranstaltung darf in der Zeit von 10.00 Uhr bis 15.00 Uhr in der Festhalle nach Herzenslust gestöbert werden. „Die ca. 150 Tische waren auch dieses Jahr wieder sehr schnell vergeben“, freuen sich die Organisatoren Maria und Dr. Wilfried Hamann. „Der Kinderflohmarkt hat sich fest etabliert und viele Anbieter legen schon über das ganze Jahr hinweg Spielzeug dafür beiseite.“ Auch die Käufer hätten diesen Tag schon lange im Visier. „Die Menschen wissen, dass sie auf diese Weise preisgünstig die Gabentische füllen können.“

Neben „herkömmlichen“ Spielsachen wie Gesellschaftsspielen, Lego, Playmobil und Kuscheltieren seien in den letzten Jahren immer stärker Computer- und Gameboyspiele vertreten. Auch Kinderkleidung stehe bei den Käufern hoch im Kurs. „Die jungen Anbieter haben hier oft zum ersten Mal die Gelegenheit selbständig etwas zu verkaufen und dabei auch eigenverantwortlich zu verhandeln“, sehen die Veranstalter einen zusätzlichen Effekt. Viele werden bei diesen ersten Erfahrungen von ihren Eltern begleitet.

„Bei der Durchführung hilft natürlich der gesamte Vorstand und weitere Unterstützer dieser Veranstaltung.“ Dies reiche vom Aufstellen der Tische und Stühle über die Einweisung der Anbieter, die Parkplatzeinweisung bis hin zu einem reichhaltigen Angebot an Speisen und Getränken. „Neben den Anbietern können auch alle Besucher den Aufenthalt in der Festhalle für einen Imbiss nutzen“, heißt es in der Pressemitteilung der SPD. Mit dem Erlös werde der SPD-Ortsverein auch im nächsten Jahr wieder eine für Kinder kostenlose Fahrt zum Freizeitpark ‚Ketteler Hof‘ finanzieren. Auch der Eintritt zum Kinderflohmarkt ist wie immer kostenlos.

 
 

12.10.2017 in Service

31. Staudentauschaktion der SPD

 

Beim SPD Staudentausch wird wieder jeder etwas finden.

 

Herbstzeit ist Pflanzzeit, aber auch die Zeit, den Garten ein wenig auszulichten und zu groß gewordene Stauden abzustechen. Beiden Interessen kommt der SPD-Ortsverein mit seiner Staudentauschaktion schon seit vielen Jahren entgegen. In den zurückliegenden 30 Jahren gab es eine riesige Zahl von Kontakten mit vielen interessierten Gartenbesitzern. Einige Tausend Stauden dürften inzwischen wohl den Besitzer gewechselt und ein neues Zuhause gefunden haben. Morgen (Heute) am 14.Oktober ist es wieder soweit. „In der Zeit von 09.00 bis 13.00 findet auch in diesem Jahr wieder unser traditioneller Staudentausch statt“, teilt der SPD-Ortsverein in einer Presseerklärung mit. Morgen (Heute) können die Pflanzen dann im genannten Zeitraum am Weberdenkmal (Prinzipalmarkt/Vitusstraße)in Everswinkel abgegeben werden. Der SPD-Ortsverein bittet, falls möglich, die Pflanzen mit Bezeichnungen zu versehen oder diese bei der Abgabe zu benennen.

„Auch wer selbst keine Pflanzen anzubieten hat, ist beim Staudentausch herzlich willkommen“, werben die Genossen für ihre Aktion. „Jeder wird etwas finden, um seinen Garten zu Bereichern.“ Das gelte natürlich insbesondere für die Bewohner in den Neubaugebieten, die auf diese Weise ihre Gärten kostengünstig bepflanzen können.

 
 

26.09.2017 in Bundespolitik

Antworten zur Bundestagswahl 2017

 

Die WN stellte 10 Fragen zur Bundestagswahl, hier die Antworten der SPD in Everswinkel

 

1. Deutschland hat gewählt, Everswinkel hat gewählt. Sowohl CDU als auch SPD haben Federn gelassen - auch vor Ort. Die FDP ist wieder im Bundestag und hat hier ihr Ergebnis verdoppelt. Ihre Bewertung des Ergebnisses?

Einzig die beiden Parteien der großen Koalition haben im Bund verloren, die CDU 8,6 und die SPD 5,2%. Grüne und Linke haben sich nur leicht verbessert. Die FDP hat 5.9 und die AFD 7,9% hinzu gewonnen. Beide Zugewinne scheinen aus einem deutlichen Votum gegen eine Fortführung der Großen Koalition zu resultieren. Die FDP ist stark auf eine Person fokussiert. Es bleibt abzuwarten wie dies in reale Politik umgesetzt wird. Vergleiche ich die Ergebnisse mit den Prognosen der letzten Woche, fällt mir besonders die hohe Abweichung des CDU Ergebnisses auf. Erstaunlich, dass diese hohen Verluste keine Prognose vorausgesehen hat.

 

2. Die AfD hat praktisch keinen Wahlkampf vor Ort gemacht, lediglich sieben Plakate hingen an den Straßen. Dennoch hat sie 345 Wähler in der Gemeinde gefunden. Erschreckt Sie das?

Zum Glück waren die Zuwächse in unserer Gemeinde geringer als Anderenorts, deshalb bin ich auch nicht erschrocken. Die Ergebnisse in ganz Deutschland sind aber sehr unterschiedlich. Besonders in den neuen Bundesländern und in einigen Großstädten sind die AFD-Ergebnisse tatsächlich erschreckend. In Sachsen erreichte sie gar den ersten Platz. Immerhin scheinen mindestens 13% der Wählerinnen und Wähler, sich nicht ausreichend durch die etablierten Parteien vertreten zu fühlen. Ängste vor Veränderungen (in der Gesellschaft, über Umwelt und Klima oder Finanz- und Eurokrisen, bis hin zu Terror und Krieg), vor sozialem Abstieg, fehlende Perspektiven oder der Eindruck bereits abgehängt zu sein müssen ernst genommen werden. Verantwortliche Politik bedeutet zu beweisen, dass Deutschland stark genug ist, um alle angemessen zu unterstützen.


3. Die Bundes-SPD hat die Koalition für beendet erklärt und will in die Opposition gehen. Was halten Sie von der Entscheidung?

Große Koalitionen sollten immer die Ausnahme in einer Demokratie bleiben. Sonst werden die Ränder der Parteienlandschaft unverhältnismäßig gestärkt und es kommt zu einer Radikalisierung. Ein Effekt, den wir bereits 1969 in der BRD (damals erreichte die NPD knapp 5%) und auch gestern wieder sehen konnten. Auch in Österreich können wir verfolgen, wie die Erosion der großen Volksparteien im Rahmen einer Großen Koalition voranschreitet. Bei einem Verlust von fast 14% für die Parteien der großen Koalition hier bei uns, kann man nicht einfach so weiter machen.

4. Als Regierungsoption bleibt nur noch die so genannte Jamaika-Koalition aus CDU, FDP und Grünen. Glauben Sie, dass die drei unter einen Hut zu bringen sind und ein Koalitionsvertrag erreicht wird?

Dies werden sicherlich schwierige Koalitionsverhandlungen, mit sehr unterschiedlichen Ausgangssituationen der drei bzw. vier Parteien betrachtet man die CSU separat. Es hat dieses Bündnis aber schon auf Länderebene gegeben und ich gehe davon aus, dass eine Einigung möglich ist.

5. Der Wahlkampf wurde vielfach als müde und lau bezeichnet. Teilen Sie die Einschätzung?

Nein. Wer die Veranstaltung mit Martin Schulz in Münster erlebt hat, kann keinesfalls von müden und lauen Auftritten sprechen. Daß die WN in ihren regionalen Ausgaben darüber keine Silbe verloren hat, halte ich für skandalös, da Angela Merkels Auftritt auf dem Domplatz an gleicher Stelle einen großen Raum einnahm. Wie die Süddeutsche Zeitung letzte Woche sinngemäß berichtete. „Nicht der Wahlkampf ist langweilig sondern die Berichterstattung darüber“.

6. Sehen Sie Kanzlerin Merkel nach dieser Wahl geschwächt?

Eindeutig ja, denn 8,6% Stimmenverlust sind eine mehr als deutliche Absage an ein weiter so in der Unionspolitik. Immerhin bedeutet dies auch für die CDU das schlechteste Ergebnis nach 1949.

7. War Martin Schulz der richtige Herausforderer? Oder hätte Sigmar Gabriel vielleicht doch bessere Chancen gehabt?

Martin Schulz war der richtige Kandidat. Alleine die Tatsache, dass viele Menschen motiviert wurden in die SPD einzutreten ist ein Beleg dafür. Nach dem sehr guten Start seiner Kandidatur, gab es aber eine Reihe von Ereignissen, welche die Position der SPD kontinuierlich verschlechtert haben. Das wenigste davon war durch Martin Schulz zu verantworten. Die SPD kann sich gerade bei Martin Schulz bedanken, dass er so engagiert und energisch bis zum 24.9. für unsere Überzeugungen gekämpft hat.


8. Mit über 13 Prozent wird die AfD im Bundestag vertreten sein. Was ist in den nächsten Jahren im Parlament zu erwarten oder zu befürchten?

Bereits verschiedene Äußerungen im Wahlkampf und direkt nach der Wahl lassen befürchten, dass wir immer wieder Provokation und Tabubrüche erleben werden. Ich erwarte markige Sprüche und den Versuch unsere Wertegemeinschaft zu spalten. Alle Parteien, die sich dem Grundgesetz, sowie den Menschenrechten und dem Völkerrecht verpflichtet fühlen, werden sehr wachsam sein müssen. Versöhnen statt spalten muss unser Ziel sein

9. Bei den Direktkandidaten hat Reinhold Sendker seinen Spitzenplatz verteidigt. Bernhard Daldrup wird über die Liste wieder einziehen. Die Grünen hatten mit Marion Schniggendiller eine Kandidatin aus der Gemeinde ins Rennen geschickt. Ist die Direktwahl hier so gelaufen, wie Sie es erwartet haben?

Bei der Direktwahl hat es für uns keine Überraschungen gegeben.


10. In der Gemeinde hat man Wahlplakate praktisch nur noch an den Hauptverkehrsstraßen gesehen. Die kurzen Botschaften darauf erscheinen oft austauschbar. Ist der Plakat-Wahlkampf ein Auslaufmodell?

Plakate werden auch zukünftig eine Daseinsberechtigung haben. Nicht jeder wird über die Medien oder die sozialen Netzwerke erreicht. Politische Auseinandersetzungen werden auch über die Verbreitung von Textbotschaften im öffentlichen Raum geführt werden müssen.

Mit freundlichen Grüßen

Wilfried Hamann

 
 

21.09.2017 in Ratsfraktion

Neue Landesregierung belastet Everswinkel mit 53.640 Euro!

 

Mit dem Nachtragshaushalt 2017 hat die schwarz-gelbe Landesregierung beschlossen, einmalig die Krankenhausinvestitionsförderung zu erhöhen. An der Gesamtsumme von insgesamt 250 Millionen Euro sollen allerdings die Kommunen mit 100 Millionen Euro beteiligt werden.

Dazu erklärt die SPD-Landtagsabgeordnete Annette Watermann-Krass aus Sendenhorst: „Krankenhäuser sind ein wichtiger Bestandteil der medizinischen Grund- und Notfallversorgung in Nordrhein-Westfalen. Um eine hohe Qualität und Leistungsfähigkeit sicherzustellen, ist eine ausreichende Finanzierung unerlässlich. Das Vorhaben der CDU/FDP-Koalition ist allerdings inakzeptabel, da sie der Öffentlichkeit hier auf unverfrorene Weise Wohltaten verkauft, die sie sich durch die Kommunen teuer bezahlen lässt. Die Krankenhausfinanzierung muss jedoch Aufgabe des Landes sein! Die von der schwarz-gelben Landesregierung im Nachtragshaushalt geplante Erhöhung des Fördermittelansatzes für Krankenhausinvestitionen hat dagegen gravierende Auswirkungen auf die laufenden kommunalen Haushalte.

Insgesamt müssten die Städte und Gemeinden im Kreis Warendorf im Jahr 2017 rund 1,5 Mio. Euro zusätzlich an das Land überweisen. „Das lehnen wir ab“, erklärt Annette Watermann-Krass.

Diese zusätzlichen Ausgaben zu einem so späten Zeitpunkt des laufenden Haushalts für 2017 sind nach Einschätzung des Städtetages NRW auch rechtlich problematisch.

„Ein Vorbild zur Lösung des Investitionsstaus bei den Krankenhäusern könnte das milliardenschwere Investitionsprogramm ‚Gute Schule 2020‘ sein. Damit hat die alte Landesregierung den Kommunen mit zwei Milliarden Euro unter die Arme gegriffen, ohne die Kommunen zu belasten. Daraus erhält Everswinkel vier Jahre lang jeweils 100.000 €. Eine ähnliche Lösung sollte auch im Hinblick auf die Krankenhausfinanzierung gefunden werden“, fordert der hiesige SPD-Fraktionsvorsitzende Dr. Wilfried Hamann. „Die an sich begrüßenswerte Maßnahme im Sinne der Krankenhausinfrastruktur führt zu einer Erhöhung der Krankenhaus-Umlage für die Kommunen in Höhe von 100 Millionen Euro und dies wirkt sich noch in diesem Jahr auf die laufenden Haushalte aus. Für Everswinkel wird sich die Krankenhaus-Umlage noch in diesem Jahr um rund 53.640 Euro erhöhen. Nicht nur die Höhe der kommunalen Mitfinanzierung, sondern auch die Kassenwirksamkeit zu einem so späten Zeitpunkt stellt eine besondere Belastung der Städte und Gemeinden dar, die auch in Everswinkel die Handlungsspielräume weiter einschränkt“, resümiert die lokale SPD.